Atelier

"Die Schreibstuben des guten Willens"
Schreiben ist für mich eine sehr private Sache. Hier in dieser "heimeligen" Nische auf gerade einmal zwei Quadratmeter und auf meinem "Uralt-Laptop (Das Betriebssystem hat nächstes Jahr sein 15-jähriges!) werden die Bruchteile und Texte zusammengefügt und hier bekommt jede Story noch einmal seinen letzten Schliff.
Absolutes Muss: Mind. eine Latte Macciato pro "Sitzung".

Ein neues Laptop, so habe ich mir geschworen, kommt erst nach den ersten "verdienten" Romanzeilen in Frage - bis dahin muss ich eben weiterhin regelmäßig die Tastatur abnehmen und die darunter befindliche Festplatte wieder in deren Anschlussbuchse fixieren, weil die Halterung schon vor Jahren gebrochen ist...
Darum wurde ein externer Speicherstick auch zu meinem engsten Vertrauten.

Das soll aber nicht heißen, dass meine Romane und Geschichten nur in dereigenen privaten Umgebung wachsen und gedeihen kann.
Nein, eigentlich ganz im Gegenteil.

Ein klassischen Cafehaus-Schreiber bin ich wahrscheinlich nicht, aber unzählige Male wählte ich meinen Platz direkt an der "Dose" aus.
Dann tippe ich bei inspirierender Stimmenkulisse und gedämpftem Licht auf die Tasten meines
"Lappi's".
Durch die gute Versorgungslage sprudeln auch die Ideen in der Regel unaufhörlich...
Und wenn ich Glück habe, sogar zu dem Thema, dass ich gerade bearbeiten möchte.
Ist dies aber nicht der Fall, werden von den Ideen und Gedankenergüssen Randnotizen gemacht, die dann, in ihrer anfallenden Menge dann doch oft zu einem heilosen Chaos führen.
Dreiviertel des Roman's "Spurlos" sind auf diese Weise entstanden.

Oft nahm ich das Lappi mit, wenn ich z.B. auswärts Schulungen gegeben habe. Dann saß ich damit in Bars und Kneipen in Frankfurt, Würzburg, Konstnanz oder Augsburg und schlug mir so die Abenden um die Ohren.
Viel Zeit verbrachte ich z.B. im "Metronom" in Augsburg, jedoch mein bisheriger Favorit unter den "Schreibbar's" ist das "Cafe Blue" in München an der Lindwurmstraße. Hier passt die Atmosphäre ganz gut, ist aber vom Ammersee eben immer ein Stückchen zu fahren.