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Eigenerfahrung für den Roman "Spurlos"

Natürlich stammt die Idee zu diesem Roman aus einer eigenen Sehnsucht heraus. Wo sind meine eigenen Grenzen, wie würde ich auf mich allein gestellt zurecht kommen.
Um einen Menschen in dieser Situation besser nachempfinden und beschreiben zu können, packte ich im Dezember 2008 meinen Rucksack und flog für eine Woche auf eine karge Insel - ohne Zelt und nur mit dem nötigsten an Gepäck. Mein Ziel war es, diese Insel zu durchqueren, abseits der Straßen und Pisten, querfeld ein, um danach meinen Weg entlang der Küste fortzuführen. Es sollte kein Spaziergang werden.
Ich bin gelaufen, glaufen und gelaufen; über Steine, durch Schluchten, über Bergkämme, durch Steppe und Sand bei Regen, bei Sonne, bei Wind und bei Sturm.
Es war ein anstrengendes, interessantes und landschaftlich sehr reizvolles Erlebnis. Ich hoffe, einige dieser Erfahrungen in meinem Debüt-Roman "Spurlos" glaubhaft verarbeitet zu umgesetzt zu haben.


"Spurlos"

Die abenteuerliche Geschichte mit Aaron Bradley.
Stationen aus dem Roman "Spurlos" in Bildern.



Eingebung in Korfu
In dieser familiären Pension auf der grichischen Insel Korfu entstand in nur einer Nacht das komplette Gerüst zu einer Geschichte, die ich in diesem Jahr, fast 12 Jahre nach jener Eingebung, nun endlich in meinem ersten Roman aufarbeiten werde.

Das Buch mit dem vorläufigen Titel "Der Falter des Mandarin" handelt von einem jungen, zurückgezogenen Künstler erotischer Bilder und Plastiken. Als ihn eines Tages ein Geschäftsmann aufsucht, läßt der Erfolg nicht mehr lange auf sich warten. Doch es kommt anders als gedacht. Als der Künstler in die Enge getrieben keinen Ausweg mehr sieht, bietet sich ihm plötzlich durch einen außergewöhnlichen Auftrag die Chance, sich auf ganzer Breite zu rächen...

Zu jener Zeit waren wir, zwei Freunde und ich, mit unseren Motorrädern auf Korfu in Urlaub. Zukunftsgedanken und die Faszination am Beruf "Schriftsteller" beflügelten unsere Gesprächsthemen im gerade aufkommenden Internet-Zeitalter.
Als wir abends bei einem Glas Rotwein auf unserer Terasse saßen und plauderten, lief plötzlich in meinen Gedanken ein Film ab. Ich zückte also Bleistift und einen Block und begann das gesehene aufzuschreiben (übrigens mit Brad Pitt in der Hauptrolle ;0)...
Als am nächsten Morgen die Sonne über der Küste Albaniens aufging, war die letzte Szene erfaßt.

Die Tatsache, dass mich diese Geschichte über so viele Jahre hinweg fasziniert hat bestärkt mich nun, dieses Projekt endlich in die Tat umzusetzen.

Greifenberg, den 17. April 2009